Wer wir sind
SHARP ist der erste Transregio-Sonderforschungsbereich (TRR) im Bereich Bildungs- und Lehr-Lernforschung in Deutschland. Seit Oktober 2025 arbeiten über 80 Forschende aus vier Institutionen und einem breiten Spektrum an Disziplinen gemeinsam daran, das Lehren und Lernen mit Simulationen an Hochschulen grundlegend zu verstehen und weiterzuentwickeln – gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). SHARP leistet an den höchsten wissenschaftlichen Standards der beteiligten Disziplinen ausgerichtete Grundlagenforschung, um die Hochschullehre in Medizin und Lehrkräftebildung kompetenzorientiert weiterzuentwickeln.
Sprecher des Forschungsverbunds ist Prof. Dr. Frank Fischer (LMU München), stellvertretende Sprecherin ist Prof. Dr. Tina Seidel (TU München).
Worüber wir forschen
SHARP erforscht, wie personalisierte Simulationen das Lehren und Lernen an Hochschulen verbessern können. Im Fokus stehen die Mediziner:innen- und Lehrkräftebildung – zwei Bereiche, in denen Diagnose- und Interventionskompetenzen besonders wichtig sind.
In 18 Teilprojekten untersuchen wir Bedingungen, Mechanismen und Effekte personalisierter Simulationen. Die Projekte sind drei Bereichen zugeordnet:
Bereich A – Aufgaben und Strategien befasst sich mit Personalisierung simulierter professioneller Aufgaben und den dafür erforderlichen (meta-)kognitiven Strategien.
Bereich B – Soziale Interaktion, Kollaboration und Feedback fokussiert sich auf Personalisierung simulierter professioneller Situationen, in denen interpersonelle professionelle Fähigkeiten besonders wichtig sind.
Bereich C – Komplexe visuelle Informationsverarbeitung konzentriert sich auf Personalisierung simulierter professioneller Situationen mit hohen Anforderungen durch zeitliche Dichte und Dynamik.
Ein übergreifendes Metaprojekt (M) ermöglicht gemeinsame Datenerhebungen, bündelt die Erkenntnisse und trägt zur übergreifenden Theoriebildung bei. Ein Infrastrukturprojekt (INF) stellt die technische Grundlage für die Studien bereit und sichert das Forschungsdatenmanagement. Ein Koordinationsprojekt (Z) unterstützt die organisatorische Steuerung des gesamten Verbunds.
Was wir erreichen wollen
Eine Weiterentwicklung der Theorie zu Bedingungen, Mechanismen und Strategien personalisierten Lernens und Lehrens mit Simulationen
Einen Beitrag zu Innovationen in der Hochschullehre durch den Einsatz von Simulationen realer professioneller Praktiken
Eine neue Generation von Bildungsforschenden – interdisziplinär, datenkompetent, sich den höchsten wissenschaftlichen Standards sowie verantwortungsvollen Forschungspraktiken verpflichtend
Wie wir arbeiten
Forschende aus Psychologie und Erziehungswissenschaft sowie den Fachdidaktiken der Medizin, Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik arbeiten in SHARP eng zusammen. Grundlage ist ein gemeinsames konzeptuelles Rahmenmodell, das Lernprozesse, Diagnose- und Interventionskompetenzen sowie verschiedene Formen personalisierten Scaffoldings und Feedbacks in simulationsbasierten Lernumgebungen in den Blick nimmt. In experimentellen Studien werden in den Teilprojekten unterschiedliche kausale Zusammenhangsannahmen des Modells überprüft und repliziert. Dabei orientieren sich alle Forschenden an aktuellen wissenschaftlichen Standards und den Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis – von grundlegenden ethischen Prinzipien über eine nachhaltige und ressourcenschonende Datengenerierung und -nutzung bis hin zu einer offenen, transparenten Dokumentation und Bereitstellung wissenschaftlicher Ergebnisse.
Beteiligte Einrichtungen
SHARP bringt Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, der Technischen Universität München (TUM), der Universität Augsburg und des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) zusammen. Gefördert wird SHARP durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).