Teilprojekt B04

Teilprojekt B04

Symptome von Lern- und Verhaltensschwierigkeiten: Förderung diagnostischer und interventionsbezogener Fähigkeiten mit adaptivem Feedback

Kurzbeschreibung

Projekt B04 untersucht, unter welchen Bedingungen Feedback in Simulationen Studierende verschiedenener professioneller Spezialisierungen dabei unterstützen kann, Lern- und Verhaltensschwierigkeiten bei Schulkindern zu diagnostizieren und zu adressieren. Es werden Large Language Models (LLMs) eingesetzt, um das Feedback an individuelle Unterschiede der Lernenden anzupassen. In zwei Validierungsstudien, einer Think-Aloud-Studie und zwei experimentellen Studien werden Effekte verschiedener Feedbackformen (statisch/makro-adaptiv/mikro-adaptiv) auf Lernprozesse sowie diagnostische und interventionsbezogene Fähigkeiten untersucht.

Beteiligte

Wissenschaftliche Leitung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen

Kooperationspartner:innen

Ziel

Projekt B04 untersucht, wie verschiedene Formen des Feedbacks (statisch/makro-adaptiv/mikro-adaptiv) die diagnostischen und interventionsbezogenen Fähigkeiten von Studierenden verbessern können, wenn diese mit digitalen Fallsimulationen von Schülern mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten arbeiten. Über verschiedene Disziplinen wie Medizin, Lehrkräftebildung und Schulpsychologie hinweg untersucht das Projekt, wie Vorwissen und adaptive Unterstützung Lernprozesse und Diagnostizieren in realitätsnahen, simulationsbasierten Kontexten beeinflussen.

Forschungsfragen

  • Inwiefern unterscheiden sich Studierende der Medizin, der Lehrkräftebildung und der Schulpsychologie hinsichtlich ihres Vorwissens sowie ihrer diagnostischen und interventionsbezogenen Fähigkeiten in Bezug auf Lern- und Verhaltensschwierigkeiten?

  • Wie beeinflussen verschiedene Arten von Feedback (statisch/makro-adaptiv/mikro-adaptiv) die diagnostischen und interventionsbezogenen Fähigkeiten der Lernenden in digitalen Fallsimulationen?

  • Wie wirkt sich Vorwissen auf kognitive, metakognitive und motivationale Lernprozesse beim fallbasierten Lernen aus?

  • Welche Formen adaptiven Feedbacks sind für Lernende mit unterschiedlichem Vorwissen am effektivsten?

  • Wie unterstützen adaptive Feedbacksysteme das diagnostische- und interventionsbezogene Denken der Lernenden?

  • Wie können Think-Aloud-Daten und Logdaten genutzt werden, um Lernprozesse in simulationsbasierten Umgebungen besser zu verstehen?

Methodik

Das Projekt B04 nutzt simulationsbasierte Lernumgebungen in der Medizin, der Lehrkräftebildung und der Schulpsychologie, in denen die Lernenden an diagnostischen Aufgaben arbeiten und verschiedene Arten von Feedback erhalten. Methodisch verbindet das Projekt experimentelle Designs mit Prä-, Prozess- und Postmessungen, um die Auswirkungen der Art des Feedbacks auf diagnostische und interventionsbezogene Fähigkeiten zu untersuchen. Die Daten umfassen die Messung von diagnostischen und interventionsbezogenen Fähigkeiten, Lernvoraussetzungen sowie kognitiven, metakognitiven und motivational-affektiven Prozessen, die mittels offenen Antworten, Fragebögen, Wissenstests, sowie Think-Aloud- und Logdaten erfasst werden. Die Analysen kombinieren quantitative und qualitative Ansätze, darunter Varianzanalysen, Korrelationen, Sequenzanalysen und die Modellierung von Lernendenprofilen.

Rolle im Sonderforschungsbereich

  • Gemeinsame Datenerhebung mit dem Projekt M

  • Entwicklung eines automatisierten Vorgehens zur Prozessanalyse mit dem Projekt INF

  • B04 und B01: Implementierung von KI-Feedback in digitalen Lernumgebungen

  • B04 und A04, B03, C02: Einsatz von Think-Aloud-Methoden zur Untersuchung von Lernprozessen

  • B04 und A02, C03, C04, INF: Natural Language Processing (NLP) zur Analyse schriftlicher Antworten

  • B04 und B01, B05, B06: Informationen zu Lernvoraussetzungen auf Gruppenebene

  • B04 und B06: Feedback zur Gestaltung technologiebezogener Lehrkompetenzen

  • B04 und A01, B01, B02, B03: Gemeinsame Nutzung der Lernplattform CASUS für Simulationen

Publikationen

2025

2024

2023

2022

2020

2014