Teilprojekt B03

Teilprojekt B03

Fehler als Lernchancen nutzen: Effekte personalisierten Feedbacks nach Fehlern in Simulationen für die Mathematik‑ und Medizinausbildung

Kurzbeschreibung

Projekt B03 untersucht, wie Fehler in Simulationen zu Lerngelegenheiten werden können. Im Zentrum steht die Frage, wie personalisiertes Feedback nach Fehlern Lernprozesse sowie den Erwerb diagnostischer Kenntnisse und Fähigkeiten fördern kann. Untersucht wird dies in zwei Domänen, der medizinischen Ausbildung und der Mathematiklehrkräftebildung. Dabei werden sowohl eigene Fehler als auch sogenannte advokative Fehler betrachtet, also Fehler anderer, aus denen Lernende ebenfalls lernen können. Das Projekt analysiert, wie Lernvoraussetzungen wie Vorwissen, Fehler- und Feedbacktoleranz mit Reaktionen auf Fehler zusammenhängen und wie darauf aufbauend adaptive Unterstützung in Simulationen gestaltet werden kann.

Beteiligte

Wissenschaftliche Leitung

Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen

Kooperationspartner:innen

Ziel

Projekt B03 untersucht, wie Fehler in Simulationen zu Lerngelegenheiten werden können. Im Zentrum steht die Frage, wie personalisiertes Feedback nach Fehlern Lernprozesse sowie den Erwerb diagnostischer Kenntnisse und Fähigkeiten fördern kann. Untersucht wird dies in der medizinischen Ausbildung und der Mathematiklehrkräftebildung. Dabei werden sowohl eigene Fehler als auch sogenannte advokative Fehler betrachtet. Das Projekt analysiert, wie Lernvoraussetzungen wie mit Reaktionen auf Fehler zusammenhängen und wie darauf aufbauend adaptive Unterstützung in Simulationen gestaltet werden kann.

Forschungsfragen

  • Wie profitieren Lernende mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen von verschiedenen Reaktionen auf Fehler beim Erwerb diagnostischen Wissens und diagnostischer Kompetenzen?

  • Welchen Zusammenhang haben Fehlerreaktionen mit kognitiven, metakognitiven und motivationalen Prozessen?

  • Unterscheiden sich die Reaktionen auf advokative Fehler von denen auf eigene Fehler?

  • Gibt es unterschiedliche Zusammenhänge bei  advokativen Fehler und eigene Fehler  mit kognitiven, metakognitiven, motivationalen und sozialen Prozessen?

  • Wie beeinflusst die Personalisierung von Feedback den Erwerb diagnostischen Wissens und diagnostischer Kompetenzen?

  • Welche Auswirkungen haben Makro- und Mikro-Ebenen der Feedback-Personalisierung auf kognitive und metakognitive Lernprozesse?

  • Inwiefern wirken sich Strategien der Feedback-Personalisierung auf Makro- und Mikro-Ebene auf den Erwerb diagnostischer Kompetenzen aus?

  • Lassen sich Modelle zur Beschreibung fehlerbezogener Verarbeitungsprozesse, entsprechender Unterstützungsmaßnahmen und deren Wirkungen in der Medizinischen Ausbildung und in der Ausbildung von Mathematiklehrkräften gleichermaßen anwenden?

Methodik

Im Projekt werden simulationsbasierte Lernumgebungen in der medizinischen und mathematikdidaktischen Hochschulbildung eingesetzt, in denen Lernende diagnostische Aufgaben bearbeiten und nach Fehlern unterschiedliche Formen von Feedback erhalten. Methodisch kombiniert das Projekt experimentelle Designs mit Prä-, Prozess- und Postmessungen, um Effekte eigener und advokativer Fehler sowie unterschiedlicher Personalisierungsstrategien zu untersuchen. Erfasst werden unter anderem diagnostisches Wissen und diagnostische Fähigkeiten, Lernvoraussetzungen, Reaktionen auf Fehler sowie kognitive, metakognitive und motivational affektive Prozesse, unter Nutzung von Fragebögen, Wissenstests, Logdaten, Verhaltenssequenzen und Think aloud beziehungsweise mikroanalytischen Fragen. Die Auswertung erfolgt quantitativ und qualitativ, unter anderem über Varianzanalysen, Korrelationsanalysen, Sequenzanalysen und Profilbildungsverfahren. 

Rolle im Sonderforschungsbereich

  • Gemeinsame Datenerhebung mit Projekt M

  • Entwicklung einer automatisierten Prozessanalyse mit Projekt INF

  • B03, A03 und A06: Komplexe Problemlösung und ihre Wechselwirkung mit Fachwissen

  • B03 und A06: Wechselwirkung zwischen Fallkomplexität, Problemlösungsverhalten und Vorwissen

  • Mit A02: Klärung der Auswirkungen von Aufgabenmerkmalen; Untersuchung der Personalisierung von Aufgabenmerkmalen (repräsentatives Scaffolding auf Mesoebene)

  • B03 liefert Konzeptualisierung der Typizität für B01 und B02; gemeinsame Definition und Operationalisierung von Interventionsfähigkeiten

  • B03, A03 und B01 liefern Simulationen, die in B06 verwendet werden sollen

  • B03, B01, B02, C02 und C03: Blick auf die Umsetzung der zweiten Förderphase in den medizinischen Lehrplan

  • B03, B01, und B02: Gemeinsame Nutzung der Lernplattform CASUS

Publikationen

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